In der Beratung kommt irgendwann immer die Frage: Warum überhaupt eine Immobilie? Mike sagt, er kann keinen einzigen älteren Menschen benennen, der ihm erzählt hat, der Immobilienkauf damals sei der größte Fehler seines Lebens gewesen. Das klingt simpel, aber es trifft einen Nerv. Immobilien machen keine 25 Prozent Rendite wie Krypto in einem guten Jahr. Aber sie sind planbar. Man kann im Voraus die Region analysieren, die Nachfrage prüfen, die Bevölkerungsentwicklung anschauen, den Zustand des Objekts besichtigen, die Mieteinnahmen einsehen und die Kreditkosten bei der Bank auf Euro und Cent durchrechnen. "Bis auf ein einprozentiges Restrisiko kann ich ja alles sehr genau durchkalkulieren, wenn ich weiß wie." Das ist der Punkt, der Immobilien von vielen anderen Anlageformen unterscheidet. Dazu kommen Hebel, die andere Investments nicht bieten: Fremdkapital der Bank, steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten, potenzielle Steuerfreiheit nach zehn Jahren Haltedauer. Wer kauft, hält und entwickeln lässt, der braucht keine Schnellschüsse. Das ist Buy and Hold, und das ist eine Strategie, hinter der Mike als Berater wie als Privatperson steht.
Was er dagegen weniger schätzt, sind möblierte Mikroapartments mit künstlich hochgepushten Mieten, 25 oder 30 Euro pro Quadratmeter, nur weil ein Bett und ein Schrank im Zimmer stehen. Das mag kurzfristig attraktiv aussehen, birgt aber Risiken, die sich viele Einsteiger nicht bewusst machen. Wenn Möblierungspflicht oder WG-Konzepte irgendwann regulatorisch unter Druck geraten, fehlt plötzlich ein erheblicher Teil der Einnahmen. Mike empfiehlt deshalb für den ersten Kauf konsequent das Klassische: eine solide, normal vermietete Bestandswohnung in einer Lage mit echter Nachfrage, die sich auch ohne Extras rechnet.