Wie Nico Kremer mit der BRIMO Kapitalanlagen den Immobilienvertrieb neu denkt

Nico Kremer ist keiner von denen, bei denen alles von Anfang an vorhersehbar war. Sein Weg war eher: ausprobieren, springen, lernen und irgendwann genau da landen, wo es wirklich passt. Es gab nicht den einen perfekten Masterplan, sondern Momente, die plötzlich alles verschoben haben. Vom Strukturvertrieb bis hin zum Geschäftsführer der BRIMO Kapitalanlagen ist daraus eine Geschichte geworden, die zeigt, wie schnell sich Märkte und Lebenspläne verändern können, wenn die richtigen Menschen zur richtigen Zeit zusammenkommen.
Nico ist jemand, der den Immobilienmarkt wirklich durchlebt hat. Niedrigzinsphase, Hochzinsphase, die ganze Achterbahnfahrt. Jemand, der nicht nur Objekte verkauft, sondern verstanden hat, dass es um viel mehr geht. Und der heute mit der BRIMO etwas aufbaut, was von Vertrieblern für Vertriebler gemacht ist, weil er selbst einer ist.

Vom Steuerberater-Sohn zum Immobilien-Profi

2010 war der Einstieg. Nico sollte eigentlich die Steuerkanzlei seines Vaters übernehmen. Hat er nicht gemacht. Stattdessen klassischer Quereinstieg über einen Strukturvertrieb bei der Ergo. Sein Vater hat ihn dafür fast enterbt, erzählt er lachend.
2012 dann der erste Wechsel innerhalb der Ergo, parallel dazu die ersten Immobilien. 2013 verkaufte er sein erstes Objekt in Dresden. Noch zu hohen Zinsen, noch in einer völlig anderen Marktlage. Aber der Grundstein war gelegt.
Ab 2015 kam der nächste Schritt: Zusammen mit seinem damaligen Mentor baute er einen Finanzvertrieb für einen großen deutschen Versicherer auf. Das Kernprodukt, die Königsdisziplin: die Kapitalanlage-Immobilie.
Dann kam das, was viele in der Branche kennen. Die Niedrigzinsphase, in der sich fast alles verkaufen ließ. Und später die Hochzinsphase, in der plötzlich wieder echte Beratung gefragt war. Nico war mittendrin, hat die komplette Entwicklung mitgemacht und seine Schlüsse daraus gezogen.

Lockdown ohne Objekte – der Wendepunkt

Der einschneidendste Moment kam im ersten Lockdown. Von einem Tag auf den anderen: keine Objekte mehr. Stillstand in einem Geschäft, das normalerweise von Bewegung lebt.
Für Nico war klar: So kann es nicht weitergehen. Nicht nur die Objektauswahl musste sich ändern, sondern die komplette Herangehensweise. Er erkannte, dass es andere Objekte auf dem Markt gibt. Andere Wege, Dinge anzugehen.
2023 folgte der komplette Ausstieg aus dem Strukturvertrieb. Der Plan klang verlockend: Eine ruhige Kugel schieben, nebenbei vielleicht ein paar Immobilien verkaufen, endlich mehr Zeit für die Familie.
Aber manchmal kommt es anders.

Drei Wochen Urlaub, 10 Millionen Volumen

Nach dem Ausstieg machte Nico zum ersten Mal in seinem Leben drei Wochen Urlaub. Mallorca, Familie, Erholung. Aber nebenbei und einfach so aus dem Urlaub heraus machte er mehr Immobiliengeschäft als andere Partner im ganzen Jahr.
Zusammen mit seinem heutigen Vertriebsleiter baute er Maklernetzwerke auf, schloss Deals ab. Ende 2023 standen knapp 10 Millionen Euro Immobilienvolumen zu Buche.
Und dann kam Sam.
Sam Platt, sein heutiger Geschäftspartner, mit einer Vision: 2024 wollen wir 1.000 Objekte drehen. Nicos erste Reaktion? "Ich habe ihn für absolut wahnsinnig erklärt."
Aber die Vision hat ihn trotzdem gereizt. Februar 2024, Augsburg – für einen Kölner wie Nico "absolute Körperverletzung am Weißbier-Fasten" – saßen sie zusammen und starteten die BRIMO Kapitalanlagen.
Ursprünglich sollte Nico klassischer Vertriebler bleiben, Objekte besorgen, verkaufen. Aber dann kam ein Objekt auf den Tisch von einem großen deutschen Versicherer. Viele hatten sich daran versucht, keiner hatte es hinbekommen.
Die BRIMO schaffte in sechs Wochen 80 Reservierungen. Damit hatte keiner gerechnet. Weder der Versicherer noch der Immobilienverwalter. Sie waren schlicht schneller als alle anderen.
Aus diesem Projekt heraus entstand Nicos Position als Geschäftsführer. Denn eins war allen schnell klar: Ohne Strukturen funktioniert das nicht.

Von Vorurteilen zu echter Partnerschaft

März 2024, nach einer Dubai-Reise, begann die intensive Zusammenarbeit mit Finanzierern. Und Nico ist ehrlich genug zuzugeben: "Ich habe zu Sam gesagt: Tu mir bitte einen Gefallen, lass mich mit den nächsten Idioten in Ruhe. Die meisten Finanzierer labern nur und kriegen nichts hin."
Die Vorurteile saßen tief. Zu viele Eigenheim-Finanzierer, die dachten, Kapitalanlage sei dasselbe in Grün. Zu wenig Spezialisten, die das Geschäft wirklich verstehen.
Dann kam Dubai. Ein Vortrag über Finanzierung für Kapitalanlage-Vertriebe. Und danach zwei Ärzte-Fälle mit WG-Konzept in München. Drei Monate lang hatten sich andere Finanzierer daran die Zähne ausgebissen. Nach Dubai war das Ding in drei Tagen durch.
Das war der Moment, in dem Nico seine Vorurteile über Bord warf.

Die wichtigsten Learnings der ersten anderthalb Jahre

Fragt man Nico nach seinen Top-3-Learnings, wird er konkret:
Es geht um die Sache, nie um Personen. In diesem Business gibt es keine Zeit für Animositäten oder persönliche Eitelkeiten. Man muss geradeaus sagen können, was Sache ist. Ohne Verpackung, ohne Drumherum-Reden. Spart Zeit und Nerven.
Es geht nicht nur um das Objekt. Früher hieß es immer: 5–6 % Rendite, super. Heute weiß Nico: Viel entscheidender ist, wie es im Nachhinein läuft. Service, Workflow, Prozesse – das macht den Unterschied. Vertrieb ist das kleinste Problem, wenn die Systeme hinten raus nicht passen.
Infrastruktur ist alles. Man kann nicht einfach immer weiter skalieren, ohne die Systeme nachzuziehen. Ab einer bestimmten Größe kommt jeder an diesen Punkt – entweder die Infrastruktur wächst mit oder alles bricht zusammen.

Ein Workflow, der Vertrieblern wirklich hilft

Für Nico war von Anfang an klar: Er will einen Vertrieb bauen, der Vertrieblern Spaß macht. Wo niemand Selbstauskünfte ausfüllen muss, wo niemand JPEGs in PDFs umwandelt – "das ist absolute Körperverletzung", wie er sagt.
Die Vision: Eine Plattform, die wirklich hilft. Die Arbeit abnimmt. Die es ermöglicht, das zu tun, was Vertriebler am besten können: verkaufen.
So funktioniert es heute: Der Kunde wird über ein CRM-System erfasst. Schneller Quickcheck zur Finanzierbarkeit. Alle relevanten Personen sind auf der Plattform – Tippgeber, Closer, Backoffice, Finanzierer. Die gesamte Kommunikation läuft zentral, kein WhatsApp, keine E-Mail. Eine Support-Hotline für schnelle Lösungen. Und der Vertriebler? Fasst die Selbstauskunft nie an.
Das ist nur das Frontend. Im Backend läuft bereits die Automatisierung der Provisionsabrechnung – teilweise wird am Tag des Notartermins schon ausgezahlt. After-Sales-Prozesse sind integriert: Beratungsdokumentation, Restwertgutachten, Steuerberater-Unterlagen, Mietausfallschutz. Alles automatisiert, transparent, nachverfolgbar.

Die unbequeme Wahrheit: 55 % der Objekte werden abgelehnt

Viele denken, als Vertrieb nimmt man jedes Objekt, das Rendite verspricht. Nico sieht das komplett anders. Die BRIMO lehnt 55 % der Objekte ab.
Warum? Weil es schlicht keinen Sinn ergibt. Lieber mit guten Partnern wachsen und die Prozesse perfektionieren, als ständig neue Baustellen aufzumachen.
Einzelobjekte? Werden nicht mehr angenommen. Ein Einzelobjekt einzuwerten macht genauso viel Arbeit wie 30–40 Einheiten. Dann lieber die größere Zahl.
Selbst wenn die Provisionen woanders höher wären – es lohnt sich nicht. Der zusätzliche Arbeitsaufwand frisst jeden Mehrgewinn auf.

Die Zinswende: Besser als gedacht

Spannende Erkenntnis von Nico: Der Zinsanstieg war das Beste, was ihm als Immobilienunternehmer passieren konnte.
Klingt verrückt? Seine Erklärung: Vorher wurde nur verteilt. Jeder verkaufte irgendwelche Immobilien, Hauptsache Cashflow positiv oder plus-minus null. Es war ein reiner Verteilungsmarkt.
Mit dem Zinsanstieg wurden alle Nicht-Verkäufer vom Markt gespült. Alle, die nur verteilen konnten. Und das war gut so.
Die Paradoxie: In der Hochzinsphase hat Nico doppelt so viel verkauft wie in der Niedrigzinsphase.
Wie geht das? Weil man sich wieder mit dem Markt beschäftigen musste. Weil Verkaufen wieder eine Kunst wurde. Weil man wieder verstehen musste, warum jemand kauft, was die Beweggründe sind, welche Vorteile wirklich zählen.
Themen wie der Lohnsteuerermäßigungsantrag, die 10 Jahre lang kaum jemand gemacht hatte, kamen plötzlich zurück. Echte Beratung war wieder gefragt.

After Sales – der unterschätzte Erfolgsfaktor

Für die BRIMO ist der Bestandskunde neunmal so wertvoll wie der Neukunde. Warum? Weil er die Immobilie bereits kennt. Weil er verstanden hat, dass es funktioniert.
Deshalb liegt der große Fokus auf After Sales. Nicht nur zum Notar bringen und fertig, sondern langfristig begleiten. Eine KI-basierte Hotline für Kundenprobleme läuft bereits. Wasserschaden, Mieter zahlt nicht, Verwaltung reagiert nicht – der Kunde meldet sich, die BRIMO liefert eine Lösung.
Denn Nico weiß: Es läuft nie alles glatt. In diesem Business gibt es immer Probleme. Aber große Probleme sind für Loser. Jedes große Problem war mal klein. Wenn man es da schon löst, wird es nie groß.

Troubleshooting: Lösungen statt Schuldzuweisungen

Ein konkretes Beispiel macht das deutlich: Ein Fall, bei dem der Bauträger sich nicht an Absprachen hielt. Der Kunde hatte bereits beim Notar unterschrieben, die Widerrufsfrist beim Darlehen war vorbei. Kosten: 18.000 Euro.
Die BRIMO hat gezahlt. Ohne Diskussion. Weil am Ende nur eins zählt: Der Kunde darf nicht darunter leiden.
Ein anderer Fall: Minderjähriger als vorheriger Eigentümer beim Projektentwickler. Die Eigentumsübertragung dauerte neun Monate. Bereitstellungszinsen in beträchtlicher Höhe. Auch hier: Lösung gefunden, Problem übernommen.
Nicos Credo: "Ich bin Geschäftsführer, ich habe den Hut dafür auf. Dann müssen wir das Problem lösen. Ich kann nicht sagen, das habe ich nicht verursacht – damit löst sich das Problem für den Kunden nicht."

Miteinander statt gegeneinander

Was auffällt: Nico redet offen über den Austausch mit anderen Vertrieben. Tobi Bräunig vom Freundeskreis, die Jungs von Neocor – Namen, die man von außen als direkte Konkurrenz sehen würde.
Aber Nico sieht das anders: "Der Markt ist groß genug."
Alle zwei Wochen telefoniert er mit Tobi Bräunig. Real Talk, ohne Bullshit. Man gibt sich Impulse, entwickelt sich weiter, profitiert voneinander.
Das ist die neue Welt im Immobilienvertrieb. Keine Ellbogen-Gesellschaft mehr, sondern Kooperation auf Augenhöhe. Man nimmt sich nichts weg, sondern schaut, wo man gemeinsam profitieren kann.

Was treibt Nico wirklich an?

Die Frage, die viele umtreibt: Warum macht man das alles? Geschäftsführer, verheiratet, zwei Kinder (eins frisch geboren), ständig unterwegs, ständig im Call, selbst im Urlaub am Arbeiten.
Nicos Antwort ist ehrlich: "Es ist nie Geld."
Was ihn antreibt, sind Visionen. Ziele. Der Wunsch, etwas zu hinterlassen, worauf seine Kinder stolz sein können. Wohnraum zu entwickeln, Fußabdrücke zu hinterlassen.
Aber man braucht Menschen, die diesen Weg mitgehen. Geschäftspartner wie Sam und Max, die in anderen Sphären denken. Eine Frau, die sagt: "Ich werde dich nicht mehr ändern", auch wenn sie flucht, weil er im Urlaub nur in Calls sitzt.
Es ist wie ein Virus, sagt er. Wenn du einmal diese Gier nach Erfolg in dir hast, kriegst du sie nicht mehr raus.

Wohin die Reise geht

2027/28 will die BRIMO das Verhältnis von eigenen Objekten zu Vertriebsobjekten massiv verändern. Mehr Eigenentwicklungen, mehr eigene Projekte.
Aber ohne größenwahnsinnig zu werden. Seiner Linie treu bleiben, seinen Werten folgen. Dann kann man sich auch noch in die Augen schauen.
Der Fokus bleibt auf After Sales, auf Service, auf Prozessen. Denn am Ende zählt nicht, wie viele Objekte verkauft werden, sondern wie zufrieden die Kunden sind.
Und wenn man sich selbstkritisch hinterfragt, wenn man den Spiegel vorgehalten bekommt und sagt "Nein, es ist in diesem Fall nicht alles gut gelaufen" – dann ist man auf dem richtigen Weg.

Fazit

Nico Kremer zeigt, wie moderner Immobilienvertrieb funktionieren kann. Nicht mehr nur verteilen, sondern beraten. Nicht mehr Ellbogen, sondern Kooperation. Nicht mehr Einzelkämpfer, sondern starke Partnerschaften.
Von der Vision "1.000 Objekte" über die Erkenntnis "wir brauchen Prozesse" bis hin zu einer Plattform, die tatsächlich funktioniert. Eine Entwicklung, die in anderthalb Jahren mehr erreicht hat als andere in zehn.
Und das Wichtigste: Mit der richtigen Einstellung. Loyal, fleißig, resilient. Bereit, Niederlagen einzugehen, um besser zu werden. Bereit, Probleme zu lösen statt Schuld zuzuweisen. So baut man ein Unternehmen, das bleibt. Nicht nu
r für die nächsten zwei Jahre, sondern für die nächste Generation.
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